über mich…
Das Leben ist zu kurz, um einfach nur zuzusehen…
Ja, was soll ich sagen? Ich bin jetzt doch schon einige Zeit auf diesem Planeten unterwegs und noch immer nicht schlauer. Ich stehe jeden Tag voller Neugierde auf und muss feststellen, dass es so viele Dinge gibt, die ich verstehen, lernen, weitergeben möchte.
Für mich unfassbar, dass da draußen so viele Menschen herumlaufen, die nur so in den Tag reinleben, mit 20 bereits darauf hinarbeiten, endlich in Rente gehen zu können, anstatt all die spannenden Dinge aufzugreifen, die das tägliche Leben bietet. Ich bin ein unruhiger Geist. Ich hasse Symptompolitik. Ich hasse es, wenn Menschen lieber Wasser nachfüllen, als das Loch zu stopfen. Wenn Ärzte lieber Tabletten verschreiben als die Krankheit zu heilen. Wenn Unternehmen lieber den kurzfristigen Gewinn als den langfristigen Erfolg nehmen. Wenn Mitarbeiter mit Geschenken und „(Work)-Life-Balance“-Geschwafel kurzfristig geködert werden statt seine bestehende Truppe durch Vertrauen, Wertschätzung und echter Work-is-life-Balance-Umgebung zu Höchstleistungen zu treiben, ohne dass ihnen das überhaupt auffällt. Wo sind die Unternehmen, in denen Führungskräfte echte Leader sind, Trainer, Coaches, von denen die Mitarbeiter etwas lernen wollen, die als Vorbilder vorangehen, und nicht zu hochbezahlten auftragsabwickelnden und Urlaubszettel unterschreibenden Gehilfen der anderen Abteilungen werden?
Zeit meines Lebens hatte ich das Glück, von den Besten mir was abzuschauen, zu lernen. Schon von klein auf ging ich bei Unternehmen ein und aus, konnte beobachten, wie die „Seniorchefs“ ihre Unternehmen von nichts aufbauten, sich auch von nichts unterkriegen ließen und immer wieder aufstanden, um ihr Ziel zu erreichen. Ich durfte die beste Schule Österreichs besuchen (HTL Braunau), hatte (gottseidank) eine Reihe unglaublich strenger Lehrer und lernte eben dort, wie man Sachen auf den Grund geht – wie man Löcher stopft und nicht Wasser auffüllt.
Ich machte mich mit 23 selbständig – nicht um der große Unternehmer zu werden, sondern um dadurch in andere Branchen zu schnuppern und das Wissen in meinen anderen Tätigkeiten anzuwenden, und zu wissen, was es bedeutet „Unternehmer“ zu sein. Ich war so verrückt, nebenbei Wirtschaftsinformatik und Rechtswissenschaften zu studieren, war bei der Gründung von 3 Startups dabei, hatte die Verantwortung über Millionenbudgets, durfte über Jahre ganze Abteilungen aufbauen, Lehrlinge ausbilden und ihnen in ihren beruflichen Einstieg verhelfen. Dabei sei noch erwähnt, dass ich echt stolz auf meine „Jungs“ bin, jeder hat in seinem Beruf voll Fuß gefasst und so mancher ist in führender Position gelandet.
Nebenbei hat mich dann doch meine genetische Bestimmung eingeholt. Das Finanzwesen, das mich von kleinauf bedingt durch meinen Vater und dessen Umfeld immer fasziniert hat, ließ mich nie ganz aus und als Kleinaktionär machte ich all die Jahre immer wieder gutes Geld. Aber die Hauptherausforderung, die Konigsdisziplin, war und ist, die Möglichkeit zu haben, vom Finanzmarkt leben zu können. Wohlbemerkt: zu können, nicht zu müssen. Und der Weg war hart. Unglaublich hast. Unbeschreiblich hart. Ein echter 8.000er. Und ohne Mentor keine Chance. Aber letztlich ein Beruf, in dem ich all meine Erfahrung der letzten Jahre vereinen kann: das systematische, logische Denken aus meiner Schulzeit, die Entwicklung und Umsetzung der hard- und softwareseitigen Komponenten, die Analyse und Bewertung von Unternehmen und Prozessen aus meiner Zeit aus Studium und Angestellter, die Verbissenheit aus meinen sportlichen Aktivitäten, das Gespür für Menschen und das Erkennen des Unterschiedes zwischen Symptomen und Ursachen.
Aber wie habe ich eingangs geschrieben: ein Ziel erreicht, folgt die Ernüchterung. Wovon viele träumen: von zuhause aus (oder auch von irgendwo) seine Trades absetzen und Geld verdienen, mag schon ein paar Monate seinen Reiz haben, für mich war es nur eine Etappe. Es ist ein einsamer Beruf. Man kann sein Wissen, seine Ansätze mit niemandem teilen, man ist alleine mit sich und den Kursen. Also, für mich Zeit, meine Erfahrung weiterhin Unternehmen, Menschen, Kollegen weiterzugeben und zu helfen, die Welt täglich ein bisschen besser zu machen – angereichert um den Leidensweg und die Erfahrungen, die ich auf dem Weg zum Hedgefonsmanager machte.
Denn: stillsitzen kann ich nicht…
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